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FVP: DAS BAV SCHWIMMT GEGEN DEN STROM

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) greift die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) an und will die Leistungen für einen Teil des öV-Personals sowie für die Pensionierten kürzen. Für den SEV ist dies ein inakzeptabler Vorschlag, denn die FVP sind integraler Bestandteil des Lohns und eine wohlverdiente Anerkennung der Pensionierten. In einer Zeit, in der Umweltfragen präsenter sind denn je, schwimmt das BAV mit seinem Vorschlag gegen den Strom.

Die Fahrvergünstigungen des Personals sind in einer Vereinbarung zwischen dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und den Gewerkschaften bzw. Berufsverbänden geregelt. Gespräche mit dem VöV sind angesetzt. Der SEV wird dabei die Interessen der Mitarbeitenden des öffentlichen Verkehrs und der Pensionierten verteidigen und daran erinnern:

ÖV-BRANCHE LÄSST SICH NICHT UNTER DRUCK SETZEN

«Nicht alles, was das BAV will, ist ein Auftrag zur Umsetzung», sagt Ueli Stückelberger, Direktor des VöV gegenüber der «Sonntagszeitung». In Tarifangelegenheiten entscheide die Branche. «Mit unserem Entscheid kann das BAV einverstanden sein oder nicht. Allenfalls muss es dann halt Rechtsmittel gegen uns einsetzen.» Auf den vom BAV geforderten konkreten Umsetzungsvorschlag bis Ende Jahr werde man nicht eingehen: «Wir lassen uns nicht unter Druck setzen», so Stückelberger.

Elisa Lanthaler


Artikel erstellt am: Freitag, 10. Jan. 2020, 11:43 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Freitag, 10. Jan. 2020, 11:43 Uhr