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Ausbildungs- und Anfangslöhne Lokführer SBB

Das Rekrutieren von Lokführerinnen und Lokführern fällt allen Eisenbahnverkehrsunternehmen im europaweit ausgetrockneten Arbeitsmarkt immer schwerer, eine riesige Pensionierungswelle kommt auf die SBB zu, der zu führende Verkehr wird erheblich zunehmen, und da der Lokführermarkt immer mehr zu spielen beginnt, ist mit einer höheren Fluktuation zu rechnen. Zudem schieben wir eine enorme Bugwelle an zu viel geleisteter Arbeitszeit vor uns her, welche auf absehbare Zeit kaum abzubauen sein wird.

Will die SBB weiterhin eine attraktive Arbeitgeberin bleiben, müssen sich Arbeits- und Anstellungsbedingungen verbessern. Das gilt für die Divisionen Personenverkehr, Infra, wie auch für SBB Cargo.

Da die erforderlichen Kompetenzen mit der Automatisierung eher zunehmen dürften, wird ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss die Rekrutierung von Fahrdienstanwärterinnen und Anwärtern über dem minimalen Anforderungsniveau nötig machen. Was die Suche nach geeignetem Personal weiter erschweren wird.

Um neue Kolleginnen und Kollegen für unseren tollen Beruf begeistern zu können, und sie nach erfolgreich bestandener Ausbildung auch in der Unternehmung (als Triebfahrzeugführende) zu halten, ist es unabdingbar, dass die Ausbildungs- und Anfangslöhne spürbar verbessert werden.

Wir sind überzeugt, dass ein höherer Verdienst der SBB helfen wird, erfolgreich am Markt zu rekrutieren und so dem drohenden noch grösseren Unterbestand beim Lokpersonal zu begegnen und die aufgefüllten Zeitkonti abzubauen.

Wir haben darum die SBB am 19.06.2019 aufgefordert, mit uns Verhandlungen über merkliche Lohnverbesserungen zu führen.

Winterthur, den 27. Juni 2019      Zentralausschuss LPV


Artikel erstellt am: Dienstag, 2. Jul. 2019, 11:48 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 3. Okt. 2019, 20:41 Uhr