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SEV-LPV fordert Ausstieg aus Problemsoftware Sopre

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Seit November 2017 sorgt die Software Sopre bei der Einsatzplanung des SBB-Lokpersonals für Chaos und Ärger, und eine wirkliche Verbesserung ist noch immer nicht abzusehen. Dennoch will die SBB erst Ende April über die Zukunft des Systems entscheiden und es auf jeden Fall bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 weiter benutzen. Doch für die Mitarbeitenden, die täglich mit Sopre arbeiten müssen, sind die Probleme eine Zumutung. Ihre Geduld ist schon mehr als genug strapaziert worden. Deshalb fordert der LPV- SEV, dass die SBB endlich die Konsequenzen zieht und die Sopre-Übung abbricht.

Die Probleme mit Sopre sind eine Geschichte ohne Ende: Schon seit mehr als sechs Jahren arbeitet die SBB mit der Herstellerfirma daran. Dennoch war im Juni 2016 die Einführung des Systems bei der Einsatzplanung des Zugpersonals mit grossen Schwierigkeiten verbunden, die bis heute nicht vollständig behoben sind. Trotzdem wurde Sopre im November beim Lokpersonal eingeführt im Wissen, dass dort die Rahmenbedingungen noch komplexer sind. Prompt trieben in der Folge die ungenügende Performance (lange Wartezeiten) und schlechte Qualität der Daten die Disponenten und das Lokpersonal psychisch und physisch an ihre Grenzen.

Im Zusammenhang mit Sopre bestehen neue Probleme mit der LEA-App, sodass alle Toureninfos mühsam in verschiedenen Programmen und auf Webseiten zusammengesucht werden müssen. Auf dem Spiel steht die Fahrplanstabilität und die Gesundheit des Personals.

Zudem ist Sopre nicht in der Lage, die gearbeiteten Diensttouren, die gesetzlichen Bestimmungen zur Arbeitszeit und die Bestimmungen des aktuellen GAV korrekt abzubilden, beziehungsweise den Planer zu warnen. Hinzu kommt, dass wir in den kommenden Monaten den GAV neu verhandeln. Somit ist zu befürchten, dass das Chaos perfekt wird, wenn in ein schon jetzt nicht funktionierendes System noch neue Bestimmungen eingefügt werden müssen. Deshalb muss die SBB nun rasch die Konsequenzen aus den ungelösten Problemen mit Sopre ziehen.

Bern, 12.01.2018                                                                                                         Zentralausschuss LPV


Artikel erstellt am: Freitag, 12. Jan. 2018, 10:00 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 25. Jan. 2018, 8:47 Uhr