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LPV Info Sopre 06-2017

Einführung Sopre beim Lokpersonal SBB P

Am 1. November 2017, nach über sechs(!) Jahren Entwicklungsarbeit, wurde beim Lokpersonal SBB Personenverkehr die neue Personaldispositions-Software „Sopre“ eingeführt. Dies trotz hoher Vorbehalte seitens der PeKo Fläche ZF und des LPV, sowie der negativen Erfahrungen nach der Einführung beim Zugpersonal. Die ersten Wochen waren entsprechend chaotisch und belasteten insbesondere das Personal der Ressourcenplanung ausserordentlich stark. Aber auch das Lokpersonal war und ist immer noch konfrontiert mit einer schlechten Datenqualität der Einteilungssoftware. Insbesondere die Orientierung innerhalb der Touren bereitet nach wie vor grosse Schwierigkeiten, was für die Lokführerinnen und Lokführer erhebliche Mehrarbeit und Mehrbelastung bedeutet. Nach dem Erscheinen der ersten Monatsabrechnung PSN offenbarten sich weitere gravierende Mängel in der Zeitabrechnung durch das System, welche zum Teil jedoch bereits seit der Einführung beim Zugpersonal bekannt waren.

Der LPV steht mit der Leitung ZF und der PeKo seit der Einführung in engem Kontakt. Im Moment gilt klar noch die Devise „Retten was zu retten ist“, um die Auswirkungen dieses (weiteren) Beschaffungsskandals für unsere Kundinnen und Kunden in Grenzen zu halten, weshalb sich der LPV bis dato noch zurückgehalten hat.

Der LPV fordert zusammen mit der PeKo ZF, dem ZPV und dem SEV von den Entwicklern dieser Software und der Leitung ZF schnellstens:

Wir bereiten uns darauf vor, eine Ausgleichsforderung für die enormen Mehraufwände des Lokpersonals zu stellen. Dabei werden wir auch unsere Kolleginnen und Kollegen bei der Ressourcenplanung mit einbeziehen. Den bereits durch die Leitung ZF gewährte zusätzliche Freitag sehen wir dabei als einen Schritt in die richtige Richtung. Der LPV wird diesen an die noch zu stellenden Abgeltungsforderungen anrechnen.In diesem Zusammenhang fordert der Zentralausschuss LPV die Mitgliedschaft auf, zusätzliche Zeitaufwendungen im Zusammenhang mit Sopre (insbesondere bei Dienstvorbereitung und Kontrolle PSN) zu notieren und auf die Mailadresse sopre@lpv-sev.ch einzusenden. Ebenso sind wir dankbar für Informationen zu anderen Problemstellungen an dieselbe Adresse.

Im Zuge dieses Aufarbeitungsprozesses, und unter Einbezug des SEV, werden wir auch die Frage nach Verantwortlichkeiten für diesen Beschaffungsskandal stellen.

Emmen, 14. Dezember 2017          Zentralausschuss LPV

Info 06-17 d


Artikel erstellt am: Freitag, 22. Dez. 2017, 16:57 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 11. Jan. 2018, 21:42 Uhr