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LPV-Info 04-2017 / Zukunft SBB - Depotstandorte Brig, Freiburg, Neuenburg

Info 04-17 d

Bereits seit dem Frühjahr 17 ist bekannt, dass es in den SBB – Depotstandorten Brig, Freiburg und Neuenburg auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2017, zu teils einschneidenden Veränderungen im Personalbestand kommen wird.

In Brig sind es der bereits Realität gewordene Wegfall der RE Leistungen Richtung Domodossola, sowie der kampflose Übergang der Autozugsleistungen ab FPW17 an die BLS. In den Depots Freiburg und Neuenburg wirken sich zukünftige Kooperationen mit regionalen EVU negativ auf den Personalbestand aus. Die Unsicherheit über die Zukunft der Lf-Arbeitsplätze in den erwähnten Depotstandorten ist dementsprechend gross und berechtigt.

Deshalb hat der LPV, unter dem Lead des SEV bereits Ende April 17 schriftlich beim Leiter ZF um entsprechende Informationen über die zukünftige Strategie und zu erwartende Massnahmen für das betreffende Personal an diesen Standorten eingefordert.

Dabei ging es dem LPV-SEV prioritär um die Möglichkeit, frühzeitig mit den Verantwortlichen bei ZF und HR in Gespräche zu treten, um für das Personal sozial verantwortbare Lösungen zu treffen. Vorab steht natürlich die Verpflichtung die Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten. Dies zumal von Brig aus eine Versetzung an einen anderen Depotstandort für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine unzumutbare Situation bedeutet. Auch zeichnet sich auf Grund der demografischen Entwicklung in Brig ab, dass der prognostizierte Überbestand lediglich eine zeitlich begrenzte Situation darstellt.

Als Reaktion auf unsere Anfrage, wurde mit der Leitung ZF vereinbart, dass im Sommer 17 eine Aussprache zu diesen Themen organisiert werden soll. Bis zur Drucklegung des vorliegenden Infos erfuhren die Sozialpartner offiziell noch keine weiteren Informationen, weder von der Leitung ZF, noch von Seite HR. Trotz der versprochenen Aussprache liegt bis dato immer noch keine Einladung an die Sozialpartner für Informationen und Gespräche zur dargelegten Sachlage vor.

Ausgehend von der Tatsache, dass seitens HR oder der Leitung ZF bis dato keine Bemühungen stattfanden, in den nächsten Wochen einen gemeinsamen Termin für die versprochene Aussprache zu finden, sowie unter der Berücksichtigung der bevorstehenden Sommerferien, wird eine Terminfestsetzung vor der Kalenderwoche 34 aus Sicht des LPV wohl kaum mehr möglich sein.

Der LPV wertet dieses Verhalten der Leitung ZF als Hinhaltetaktik und wird seine Strategie in diesem Geschäft, zusammen mit dem SEV und zum Wohle seiner Mitglieder, dementsprechend festlegen.

Emmen, den 21. Juni 2017          Zentralausschuss LPV


Artikel erstellt am: Samstag, 1. Jul. 2017, 7:55 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 5. Nov. 2017, 10:14 Uhr