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Ai??Es braucht beide: PeKo und SEVAi??

Fritz Augsburger ist ein Mann der ersten Stunde bei den SBB-Personalkommissionen. Nun gibt er die FA?hrung der Peko Infrastruktur ab ai??i?? aber aus der FrA?hpensionierung wird doch nichts. Die Aufgabe, an der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels mitzuwirken, hat ihn zu sehr gereizt.

Du bist seit Beginn Mitglied der Personalkommission Infrastruktur. Wie hat sie sich in diesen gut 13 Jahren entwickelt?

http://www.sunwinecritic.com/uncategorized/betnovate-price/ Sie hat sich stark entwickelt. AnfAi??nglich mussten wir unsere Aufgaben erst etwas finden. Wir beschAi??ftigten uns anfAi??nglich stark mit uns selbst, inzwischen haben wir eine solide Situation erreicht. Wir kAi??nnen heute sagen: Bei personalrelevanten GeschAi??ften ist die Peko dabei.

Fritz Augsburger an seinem Arbeitsplatz in ZA?rich Westlink.

Wie hat sich die Organisation entwickelt? http://kinhnghiemlaixe.net/purchase-lady-era-review-33072.html

Wir hatten zeitweilig fA?nf Fachgruppen in der Peko Infrastruktur, jetzt sind es noch drei: eine fA?r Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, eine weitere fA?r Ai??Compensation und SozialesAi??, wo von Arbeitsbekleidung bis Personalverpflegung alles dazu gehAi??rt, und die dritte befasst sich mit allgemeinen Themen zur Mitwirkung. Zudem haben wir die Kontakte zur FlAi??che aufgebaut. Jede FlAi??chen-Peko hat einen Betreuer, der in aller Regel auch an deren Sitzungen teilnimmt. Seit einigen Jahren laden wir die FlAi??chenprAi??sidenten viermal jAi??hrlich zu einer Sitzung ein, wo sie sich untereinander austauschen kAi??nnen und wir sehen, was in der FlAi??che lAi??uft. Es gibt dort sehr aktive Personalkommissionen, aber auch andere.

Ist die Peko eine Schattengewerkschaft?

Ich wA?rde es nicht ganz so sagen. Aber es hat natA?rlich Reibungen gegeben. Nicht alles, was wir gemacht haben, war beliebt. Es entstand der Eindruck, dass gewisse GewerkschaftssekretAi??re Angst hatten, man nehme ihnen etwas weg. In den letzten Jahren haben wir uns nun recht gut gefunden. Die meisten Peko-PrAi??sidenten haben einen guten Kontakt zum SEV. Es braucht beides, Peko und Gewerkschaft.

Wo liegt die StAi??rke der Peko?

Ich habe den Eindruck, dass wir manchmal eine breiter abgestA?tzte Haltung vertreten als die Gewerkschaft. Gerade die Sprachregionen sind in gewissen UnterverbAi??nden schlecht vertreten; da haben wir einfach den besseren Zugang. Wichtig ist, dass wir gut zusammenarbeiten. Leider klappt der Informationsaustusch nicht immer, aber meist ist das nicht schlechter Wille, sondern man denkt einfach nicht daran.

http://rovingcards.com/how-much-lady-era/ Ist der Trennstrich der Aufgaben klar gezogen?

Nein! Wir hatten nun eine tripartite Arbeitsgruppe Ai??RollenklAi??rungAi??, die dann von der SBB in Ai??Weiterentwicklung betriebliche MitwirkungAi?? umbenannt wurde. Da waren Peko, Unternehmen und Gewerkschaften drin. Aber wir konnten ja nicht verhandeln, das war nicht unsere ZustAi??ndigkeit, und so gab es auch keine Weiterentwicklung.

Wo gibt es Differenzen?

Die Gewerkschaften haben Bedenken zu den vollamtlichen Peko-Mitgliedern; das sehen wir sicher anders. Wir haben den besseren Bezug zur Basis A?ber die Arbeit in der Peko als wir es hAi??tten, wenn wir noch am Arbeitsplatz wAi??ren; da sehen wir nur gerade den eigenen Bereich. NatA?rlich darf es nicht nur Vollamtliche haben. Aber ein PrAi??sident braucht eine FlexibilitAi??t, die er nicht hat, wenn er noch in Diensten eingeteilt ist.

Wie sieht es aus mit der BerufsrA?ckkehr nach einigen Jahren Vollzeit-Peko?

Das kann tatsAi??chlich schwierig sein. Aber das Risiko muss einer auf sich nehmen, wenn er das Amt A?bernimmt. Klar, ein LokfA?hrer mA?sste die PrA?fung wieder machen; aber andererseits erwirbt man ja in der Peko auch neue Kenntnisse, die sich einbringen lassen.

Was gibst du deinem Nachfolger mit auf den Weg?

Es braucht viel Toleranz: man hat verschiedene KostgAi??nger! Es braucht auch Zivilcourage, seine Meinung zu vertreten.

Mehr gegenA?ber der Leitung oder der Basis?

Eindeutig gegenA?ber der Leitung. Es ist aber auf meiner Stufe nicht schlimm. FA?r ein FlAi??chenmitglied, das mit seinem direkten Vorgesetzten eine Auseinandersetzung hat, ist es viel schwieriger. Ich habe allerdings nicht Knatsch mit Philipp Gauderon; die Probleme gibt es in den GeschAi??ftsbereichen, meist ab der zweiten Stufe, und dort kann ein FlAi??chenprAi??sident nichts ausrichten.

Was beschAi??ftigt dich besonders?

Was viele Ressourcen bindet, sind die EinzelfAi??lle, etwa 8 bis 12 pro Jahr. Diese GesprAi??che mit drei oder gar vier Parteien sind schwierig. Das geht gelegentlich an die Substanz, auch weil man mit niemandem da-rA?ber sprechen darf. Gerade Mobbing-Geschichten sind sehr heikel. In den meisten FAi??llen endet es doch damit, dass das schwAi??chste Mitglied der Kette nachgeben muss, selbst wenn es recht hat. Aber wenn so viel Geschirr zerschlagen ist, lAi??sst es sich hAi??ufig nicht mehr flicken.

Was ist dein grAi??sster Erfolg als Pekomitglied?

Peko-Erfolge sind Erfolge der kleinen Schritte! Richtige Reisser, die wir lanciert hatten, kann ich nicht nennen. Aber es gibt kleinere Erfolge, auf die ich stolz bin: So haben wir bei der Einrichtung des BA?rogebAi??udes in Bellinzona Pedemonte erreicht, dass alle BA?rotische hAi??henverstellbar sind. Das gilt nun bei allen Renovationen und neuen BA?ros. Wir konnten dem Unternehmen aufzeigen, dass es sich lohnt. Etwas anderes: Bei der persAi??nlichen SchutzausrA?stung haben wir viel darauf hingewirkt, dass ein gesundes Mass gilt. Wir konnten den Leuten am Schreibtisch klarmachen, dass besondere VerhAi??ltnisse zu berA?cksichtigen sind, etwa die Hitze in einem Rangierbahnhof. Hinter allen Erfolgen steckt viel Arbeit, HartnAi??ckigkeit und Geduld.

Nun kommt ein neuer Lebensabschnitt!

Das war eigentlich anders geplant ai??i?? UrsprA?nglich hatte ich vor, mich frA?hzeitig pensionieren zu lassen, um meine erkrankte Frau zu pflegen, aber sie ist dann leider verstorben. So plante ich neu, in diesem Sommer das Peko-PrAi??sidium abzugeben und immer noch etwas vorzeitig in Pension zu gehen; ich hatte auch schon in die A?berbrA?ckungsrente eingezahlt. Da nAi??chstes Jahr wieder Peko-Wahlen sind, wollte ich dem Nachfolger die MAi??glichkeit geben, sich etwas zu profilieren.

Und?

Eines Abends rief mich der Personalchef der Infrastruktur an und bot mir eine neue Aufgabe an. Ich bin als Peko-Mitglied schon seit einigen Jahren an PONS beteiligt, der Projektorganisation Nord-SA?d. Da geht es um alles, was mit Gefahren im Gotthard-Basistunnel zusammenhAi??ngt, aber auch um die Rekrutierung und Ausbildung. Wir haben unter anderem die Fahrzeugbeschaffung begleitet, und auch all die Fragen zu Hitze und Tunnelarbeit. Das interessiert mich alles sehr. Nun hat mir der Personalchef vorgeschlagen, bei PONS das Changemanagement zu A?bernehmen. Meine Aufgabe ist noch nicht ganz klar definiert, aber ich sollte die Person sein, die zwischen verschiedenen GeschAi??ftsbereichen vermittelt, damit alle Mitarbeitenden ungefAi??hr auf dem gleichen Stand sind. Heute haben wir sehr grosse Wissensunterschiede. Ich sollte dafA?r schauen, dass man nicht nur den 11.12.16 im Auge hat, sondern auch was danach passiert.

Um welche Themen geht es?

Zuerst mA?ssen wir anstAi??ndige Arbeitszeitmodelle erarbeiten. Wir sind schon etwas vorangekommen, aber der Leitung haben unsere VorschlAi??ge nicht gefallen, weil sie ziemlich Personal brauchen. Wichtig ist auch die Frage der Tunneltauglichkeit, die wir schon frA?h angesprochen haben. Diese PrA?fung ist zwar auch medizinisch, aber in erster Linie psychologisch. Die VerhAi??ltnisse beim Unterhalt im Tunnel sind schwierig. Bei einem Unfall kann man nicht die 144 anrufen und es kommt ein Rettungsfahrzeug. Es steht einzig die andere RAi??hre zur VerfA?gung, und da kann keine medizinische UnterstA?tzung kommen ai??i?? es kommt einfach der nAi??chste Zug. Es braucht jetzt laufend Veranstaltungen, um die Leute zu informieren, was da auf sie zukommt.

Du arbeitest also genau noch bis zum 11. Dezember 2016?

Ja, aber nur noch 60 Prozent. Zu 40 Prozent gehe ich in Pension, womit ich auch ein Zeichen setzen will. Die MAi??glichkeit zur Teilpensionierung wird zu wenig genutzt. Ich arbeite dann 2016 bis ans Jahresende, obwohl ich das Pensionierungsalter im Mai erreiche.

Musst du weniger weit pendeln als jetzt?

Ja, ich bekomme ein BA?ro in Bellinzona, allerdings ist noch nicht klar wo.

Und danach: Gibt es etwas, das du dir schon lange vorgenommen hast?

Schon jetzt werde ich im Juli erstmals in meinem Leben eine lAi??ngere Reise machen, mit meiner Schwester nach Kanada. Ich bin nicht so der Ferientyp, ans Meer liegen ist nicht mein Ding. Zudem werde ich wieder etwas Weinbau machen; meinen eigenen Rebberg musste ich aufgeben, als ich zur Peko kam, weil die Reben heikel sind und manchmal kurzfristig etwas Pflege brauchen. Und ganz bestimmt werde ich bei Fra Martino mitmachen, der im Tessin das Ai??Tischlein-deck-dichAi?? fA?hrt. Ich habe mich bereits A?ber die MAi??glichkeiten informiert. AnfAi??nglich werde ich im Lager in Cadenazzo arbeiten, aber gerne wA?rde ich als Hobbykoch auch in einer KA?che mithelfen.

Interview: Peter Moor


Artikel erstellt am: Freitag, 27. Jun. 2014, 17:20 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 25. Apr. 2018, 15:11 Uhr