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LokfA?hrer: Gegen Trennung von Netz und Betrieb

Beim diesjAi??hrigen LokfA?hrertreffen in Dortmund trafen sich Delegationen von LokfA?hrern mehrerer europAi??ischer LAi??nder, um gemeinsame Positionen festzulegen und Forderungen fA?r Verbesserungen der LokfA?hrer zu entwickeln.

Im Schwerpunkt der Beratungen standen die bedrohlichen Entwicklungen um das 4. Eisenbahnbahnpaket der EU zur weiteren Liberalisierung und Ai??ffnung der MAi??rkte sowie der darin geplanten Trennung von Netz und Betrieb. Hierzu positionierten sich die Vertreter der Delegationen klar und eindeutigAi??zu einer Beibehaltung der bewAi??hrten Struktur von integriertem Netz, Betrieb und Instandhaltung. Dieses Modell hat seit Beginn der Eisenbahngeschichte bis heute einwandfrei funktioniert. Warum soll also ein gut funktionierendes Modell geAi??ndert werden? Jeder der etwas von der Materie versteht, weiAY dass Eisenbahn nur optimal funktioniert, wenn alle RAi??dchen einwandfrei ineinandergreifen. Die Zersplitterung und Trennung fA?hrt im Endeffekt zur AuflAi??sung, Ai??hnlich dem Zucker der sich beim RA?hren im Kaffee auflAi??st. Hier mA?ssen die abhAi??ngig BeschAi??ftigten der Eisenbahnen in allen EU-LAi??ndern aufpassen und versuchen diese Entwicklung aufzuhalten. Ansonsten schadet dies dem Eisenbahnsystem und begA?nstigt den Individualverkehr. Die experimentierfreudigen LiberalisierungsbefA?rworter sowie die unbedachten EU-Parlamentarier mA?ssen auch zum Erhalt unserer ArbeitsplAi??tze mit dem Fachwissen der Eisenbahner A?berzeugt werden.

Der unterschiedliche Sachstand der TriebfahrzeugfA?hrerscheinverordnung (TfV) wurde prAi??sentiert und diskutiert. Die TfV wurde am 7.5.2011 in Kraft gesetzt und hat einen A?bergangszeitraum bis Oktober 2018. SpAi??testens dann mA?ssen alle LokfA?hrer in der EU im Besitz eines solchen FA?hrerscheins sein. An dieser Verordnung hatten unsere Vertreter A?ber die Dachorganisation der europAi??ischen Transportarbeiter-fAi??deration (ETF) in der Vergangenheit maAYgeblich mitgewirkt. Es ist gut, wenn in ganz Europa einheitliche Standards gelten. Doch nur mit einem EU-FA?hrerschein ist es auch hier noch nicht getan. Wir brauchen zusAi??tzlich eine PrA?fungsordnung, die auch einheitliche Standards in der Ausbildung und bei der PrA?fung regelt. Diese mA?ssen von den LAi??ndern erlassen werden. In Ai??sterreich ist dies bereits geschehen. FA?r Deutschland hat die EVG bereits entsprechende VorschlAi??ge unterbreitet und hat die Zusage, dass sie in diesen Prozess weiter eingebunden wird.

Es gibt auf den EisenbahnmAi??rkten sogenannte ai??zSelbstAi??ndige LokfA?hrerai???, die ordentliche BeschAi??ftigungsbedingungen nicht interessieren. Im Vordergrund steht der eigene Profit. Es werden Steuern und Sozialabgaben hinterzogen, keine gesetzlichen Arbeitszeitvorschriften eingehalten und damit zwielichtige GeschAi??ftsmodelle betrieben. Dies geht zu Lasten der ordentlichen Unternehmen und der dort beschAi??ftigten Arbeitnehmer. Das kAi??nnen und wollen wir nicht zulassen. Bisher gibt es keine Kontrollmechanismen. AuffAi??llig werden solche dubiosen ai??zUnternehmenai??? leider immer erst dann, wenn etwas passiert. Deshalb fordern die LokfA?hrer eine digitale Fahrerkarte, auf der vorhandene Qualifikationen, Streckenkenntnis und Ist-Arbeitszeiten registriert und gespeichert sind. Kontrollen ai??i??vor allem im grenzA?berschreitenden Verkehr- sind zum Schutz der ehrlichen Unternehmen und der BeschAi??ftigten durchzufA?hren.

Die Verlegung des Fahrplanwechsels auf den Zeitpunkt der Uhrenumstellung im Oktober eines jeden Jahres wurde diskutiert. Der Vorschlag der deutschen Delegation stieAY bei den anderenAi??LAi??ndervertretern auf offenes GehAi??r und fand A?berraschend breite Zustimmung. In den kommenden Wochen und Monaten wollen alle hier beteiligten Arbeitnehmervertreterorgane entsprechende AntrAi??ge an die ETF einreichen. Eine Verlegung kann nur auf gesamteuropAi??ischer Ebene erfolgen. Deswegen soll die ETF beauftragt werden, mit der CER (Arbeitgeberverband der europAi??ischen Bahnen) im Rahmen des sozialen Dialogs entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Von einer Verlegung erwarten wir uns fA?r die Fahrpersonale einen besseren Ablauf der Dienstplangestaltung im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels.

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Artikel erstellt am: Dienstag, 26. Feb. 2013, 12:59 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 25. Apr. 2018, 15:18 Uhr