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SBB - vertrauliche Meldestelle für Lokführer

Ab 30. November können SBB-Lokführer per Formular oder im persönlichen Gespräch Beinahe-Unfälle oder andere unsichere Zustände melden. Die Meldestelle arbeitet vertraulich. Bisher mussten sich die Lokführer an ihre Vorgesetzten wenden.

Die SBB-Lokführer sollen unter anderem Beinahe-Unfälle melden können.

Dieser Dienstweg habe manchmal Hemmungen geweckt, schreibt die SBB in der jüngsten Ausgabe ihrer Mitarbeiterzeitung. «Angst vor negativen Konsequenzen ist damit kein Grund mehr, wichtige Beobachtungen zu verschweigen», heisst es weiter.

«Vertraulich heisst nicht anonym»

Die SBB erhofft sich von der Meldestelle wichtige Hinweise, um den Betrieb sicherer zu machen: Lokführer beobachteten in ihrem Alltag vieles, das zu einem Unfall führen könne, aber nicht müsse. «Die Erlebnisse und Beobachtungen der Lokführer sind zentral, wenn es darum geht, das Unternehmen sicherer zu machen», schreibt die SBB.

Die vertrauliche Meldestelle soll aber keine anonyme Whistleblower-Plattform sein. «Vertraulich heisst nicht anonym», sagte Projektleiterin Julia Bezzola gemäss SBB-Zeitung. Die Person auf der Meldestelle wisse, wer etwas gemeldet habe, sie gebe den Namen jedoch nicht weiter.


Artikel erstellt am: Mittwoch, 30. Nov. 2011, 18:49 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 27. Dez. 2011, 18:54 Uhr