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Sitzungsbericht Zentralvorstand LPV vom 5. September 2011, Chur

Sitzung ZV-1

Am 5. September kam der Zentralvorstand des LPV zu seiner monatlichen Sitzung zusammen. Ausnahmsweise tagte er im Regionalsekretariat des SEV in Chur. Einige Themen, die da behandelt wurden, sollen hier kurz angeschnitten werden. GAV-Verhandlungen SBB Cargo International: Rinaldo Zobele und Dominik Baumberger berichteten aus den Verhandlungen. Die Konfliktlinien sind bekannt: die EVU möchte mit dem Hinweis auf schwierige Marktbedingungen einen GAV, der die „unternehmerische Freiheit“ so wenig wie möglich einschränkt, die Gewerkschaft möchte hingegen möglichst keine Errungenschaften für das Personal aufgeben. Erschwerend kam hinzu, dass man einen GAV für Personal aushandelt, dass SBB Cargo Int. noch gar nicht angestellt hat, namentlich Lokpersonal.

Bei SBB P wird das Ausbildungskonzept überarbeitet, wie Marjan Klatt erläutert. Sie soll sich neu an sogenannten „Kompetenz-Dimensionen“ orientieren. Bei deren Erarbeitung musste auch die extra dazu beigezogene, externe Firma feststellen, dass der Beruf des Lokführers wesentlich komplexer ist, als jeder andere Beruf, welcher sie bis dato mit dem eigens dafür entwickelten Konzept überprüft hatte. „Man kann eben nicht einfach einen Tag lang mit einem Lokführer mitgehen und weiss dann, was er macht und welche Kompetenzen er braucht. Die Herausforderung des Lokführerberufes besteht gerade darin, dass man in denjenigen Situationen besonders kompetent sein muss, die selten vorkommen,“ wie Marjan meint. Wünschenswert wäre, wenn sich diese Erkenntnis im Ausbildungskonzept niederschlagen würde. Da sind wir aber auf gutem Weg.

Für den Nachmittag hatte der Zentralvorstand Giorgio Tuti eingeladen. Wenig überraschend wurde auch Toco angesprochen. Das eigentliche Thema, zu dem sich der ZV mit dem Präsidenten des SEV austauschen wollte, betraf jedoch die kommenden Herausforderungen für den LPV. Bekanntlich werden in den nächsten Jahren sehr viele LokführerInnen, welche meist auch treue Gewerkschaftsmitglieder sind, pensioniert. Für den LPV als Unterverband, wie auch für den SEV wird es also darum gehen, möglichst viele der neu zu rekrutierenden Lokführer für die Wichtigkeit, einer in der Eisenbahnlandschaft breit abgestützten Gewerkschaft zu sensibilisieren und natürlich für eine Mitgliedschaft im LPV zu gewinnen. In einer kleinen „Tour d’horizont“ wurden erste Ideen erwogen und die Mitglieder des ZV waren sich mit ihrem Gast nach engagierter Diskussion einig, dass dieser Austausch fortgeführt werden muss.

Bericht und Bild: Benjamin Kälin


Artikel erstellt am: Mittwoch, 21. Sep. 2011, 13:51 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 11. Dez. 2011, 10:54 Uhr