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Bericht vom LPV-Bildungskurs „Lokführer in Extremsituationen"

Bildungskurs vom 12. Mai 2011

Dieser Tag wird den Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben. Marcel Bäni, unser Referent, brachte es fertig das heikle Thema mit viel Gespür  und Humor an die Besucher zu vermitteln. Es wurde gar bedauert, dass der Kurs nur einen Tag dauerte, da dieses Thema sehr viel Gesprächsstoff beinhaltete, welchen man noch gerne behandelt hätte. Der Zentralvorstand erwägt deshalb die Möglichkeit, diesen Kurs nochmals anzubieten für jene Kolleginnen und Kollegen, welche am Kurs nicht teilnehmen konnten.

Warum die Betroffenen, die ein traumatisches Erlebnis hatten, so reagieren und handeln, wie sie es dann tun, wird der emotionalen Ebene zugeschrieben, die sich über die rationale Ebene im Gehirn hinwegsetzt. Vom Referenten wurde denn auch empfohlen, dass man sich erst nach drei Tagen, wenn die rationale Ebene wieder „funktioniert“, einer Befragung durch die CLP oder die Behörden unterziehen sollte, oder zumindest, dass man sich die Möglichkeit ausbedingt, nach drei Tagen die Einvernahme noch mal durchlesen zu dürfen, um allenfalls Aussagen die durch die emotionalen Ebene gesteuert wurden, korrigieren zu können. Natürlich kann man sich den Prozessen, denen wir alle unterliegen, nicht vollends entziehen. Aber es ist laut Referent ratsam, nach drei Tagen die gemachten Aussagen bei der Einvernahme nochmals durchzulesen und nötigenfalls berichtigen zu lassen.

Eine entsprechende Anfrage bei den SBB wurde denn auch teilweise gutgeheissen.

Man will zwar nicht von den vorhandenen Prozessen abweichen, gibt Betroffenen aber die Möglichkeit, nach drei Tagen die gemachten Aussagen, falls notwendig, zu berichtigen.

Zentralpräsident LPV

Rinaldo Zobele

 


Artikel erstellt am: Dienstag, 19. Jul. 2011, 6:34 Uhr
Zuletzt aktualisiert am: Samstag, 10. Dez. 2011, 22:16 Uhr